Julius Friedrich Lehmann

Eingestellt am Freitag 28 November 2008

Julius Friedrich Lehmann wurde am 28. November 1864 in Zurüch geboren. Im Jahr 1900 verließ Lehmann die Schweiz und kaufte in München einen Verlag auf.

Der Julius-Friedrich-Lehmann-Verlag wurde im Laufe der Jahre zu einer der bekanntesten Verlagsanstalten für völkische und politische Literatur. In seinem Verlag erschienen u.a. Werke von Hans F. K. Günther und Houston S. Chamberlain.

1919 gründete Lehmann zusammen, mit seinem Kameraden und Mitarbeiter Ernst Boepple den “Deutschen Volksverlag” über welchen z.B. die Zeitschrift “Volk & Rasse” herausgebracht wurde und auch Alfred Rosenberg und Richard W. Darré Schriften veröffentlichten.

Lehmann war bereits seit 1893 im “Alldeutschen Verband” tätig, später dann in der Thule-Gesellschaft. In den 20er Jahren unterstützte Lehmann die NSDAP – welcher er 1931 als Mitglied beitrat – logistisch als auch finanziell. Als am 9. November (Marsch auf die Feldherrenhalle) Bürgermeister und Stadträte unter Leitung von Rudolf Heß als Geiseln, für den Fall einer Eskalation der Lage genommen wurden, verbrachte man einen Teil der Geiseln in Lehmanns Villa Großhesselohe.

Die Räumlichkeiten, der von Lehmann erworbenen Burg Hoheneck stellte er politischen und völkischen Gruppen regelmäßig für Schulungszwecke zur Verfügung, ebenso der SA als Stützpunkt.

Lehmann unterstützte Alfred Rosenberg im Jahr 1928 beim Aufbau der “Nationalsozialistischen Gesellschaft für deutsche Kultur” (später “Kampfbund für deutsche Kultur”), in dessen Vorstand er auch selbst tätig war.

Zu seinem 70. Geburtstag im Jahre 1934 wurde Lehmann der “Adlerschild des Deutschen Reiches” (Höchste Auszeichnung für Leistungen in Kunst, Kultur, Geistes- und Naturwissenschaft) sowie das “Goldene Ehrenzeichen der NSDAP” verliehen.

Am 24. März 1935 verstarb Julius Friedrich Lehmann im Alter von 70 Jahren in seiner Münchener Wohnung.