Leben ist nicht allein Sein, Leben ist Werden, ist Gestalten. Leben heißt: täglich neue Kraft, stündlich neuen Mut gebären.
Schon früh beginnt die soldatische Laufbahn des in der Reichshauptstadt Berlin geborenen Künders des großgermanischen Gedankens. Genau an dem Tag, an dem er 13 Jahre alt wird, erlebt er auf einem Schulschiff das Ende jenes Staates, der für ihn bisher der Begriff des Reiches war. 1919 ist der Vierzehnjährige als Ordonnanz seines Schulschiffkommandanten in einer Schützendivision die gemeinsam mit dem Freikorps Reinhard und der Brigade Ehrhardt zur Niederwerfung des Spartakistenaufstandes eingesetzt wird. Als Gymnasiast nimmt er 1920 am Kapp-Lüttwitz-Putsch, der die Marxistenherrschaft beseitigen soll, teil. 1921, beim dritten Einfall der Polen in Oberschlesien, macht er als Sechzehnjähriger im Freikorps den Sturm auf Annaberg mit. Aus diesem Erleben gestaltet er später den Roman “Berg der Rebellen”, das Spiel “Annaberg” und das Schauspiel “Das Kreuz der Freiheit”.
Nach dem Kampf um Oberschlesien nimmt er eine kaufmännische Lehre an, studiert dann Landwirtschaft, bei der Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich meldet er sich zur Reichswehr. Doch diese Reichswehr vermochte einen Feuergeist wie Kurt Eggers, der seine seelische Heimat in den völkischen Verbänden gefunden hatte, nicht zu halten. Er ging den Dingen immer auf den Grund. So studierte er nun jene Wissenschaft, die vorgibt, die Wahrheit zu verkünden: Theologie. Dass der Junge Pfarrer - der auch Sanskrit, Archäologie und Philosophie studiert hatte – von der Kanzel herab nicht aus der Bibel predigt, sondern von Volksgemeinschaft und Reich kündet, findet bei der Kirchenbehörde wenig Anklang. 1932 verlässt er den Kirchendienst. Lieber nimmt er die Verzweiflung der Arbeitslosigkeit auf sich, als einer Lehre zu dienen, die er innerlich längst überwunden hat.
Während des Studiums war ihm Ulrich von Hutten zum schicksalhaften Leitbild geworden. Seinem Huttendrama folgten später weitere Werke über diesen deutschen Rebellen der Reformationszeit.
In all seinen Büchern ringt er in dieser Zeit zwischen den beiden großen Kriegen um eine neue, auf dem inneren Gesetz des nordischen Menschen beruhende Weltschau. Seine tiefsten Gedanken, seine unerbitterliche Auseinandersetzung mit den herrschenden, für unsere Menschenart tödlichen Glaubensvorstellungen, finden wir in der Drehbuchreihe: “Vom mutigen Leben und tapferen Sterben”, “Die Geburt des Jahrtausends”, “Die Heimat der Starken”.
Sein Werk kündet uns den Geiste des Nordens:
Das Schicksal birgt Sieg und Verhängnis, Leben und Untergang. Jeder aber, der wissend seines Lebens Weg beschreitet, ist voll für dieses Leben verantwortlich. Der Starke sucht und findet sein Schicksal in sich, nicht außer sich.
.Wer von der Erbsünde spricht, verzichtet auf Kampf und Überwindung und sucht dafür vergebende Gnade. Uns spricht niemlas die Gnade eines Gottes frei, wenn wir die Tat versäumen. Der These des Kreuzes: Du wirst geboren, auf dass Du stirbst, stellen wir die Erkenntnis entgegen: Du wirst geboren, auf dass Du lebst.
Gerade der kriegerische Norden, das Land der Pflicht, die Heimat der Starken, die in ihrer Ordnung das Gesetz verkörpern, wird die mütterlichen Frauen [...] in ihr Reich zurückführen [...] Nicht Mann oder Frau heißt demnach die Kampfparole des Nordens, sondern Mann und Frau als Schöpfereinheit lautet das Gebot des ewigen Lebens von dieser Welt.
Sich selbst getreu meldete er sich 1939 kriegsfreiwillig an die Front. Im Alter von 35 Jahren schreibt er seinen Lebensroman “Der Tanz aus der Reihe” – wissend, dass er in diesem Krieg fallen wird. In der Schlacht bei Isjum, als Panzerkommandant bei einem Angriff in vorderster Linie, der seinem Kameraden Entlastung bringen sollte, findet sein leben die von ihm gewünschte Erfüllung. Bereits mit Eisernen Keuz I. Klasse ausgezeichnet, wird er noch nach seinem Tode wegen besonderer Tapferkeit vor dem Feinde zum Obersturmführer der Waffen-SS befördert. Er hinterließ uns über 40 Werke, in denen in manchem knappen Satz mit der geballten Kraft echten Schöpfertums, nordische Weltanschauung in ihrer ganzen Tiefe gekündet wird.
Ich will danach streben, dass mein Leben abschließt mit einer Tat, die mein Wirken für die Gemeinschaft wertvoll gemacht hat [...] Ich hoffe so zu sterben, dass mein Tod der würdige Abgang eines starken Lebens ist.
Stella
